FAQ - Häufig gestellte Fragen

Wie blase ich am besten in eine Signalpfeife?

Kein Zweifel, jeder Benutzer einer Signalpfeife hat seinen eigenen Stil seine Pfeife zu blasen. Ein typisches Beispiel dafür ist die klassische Schiedsrichterpfeife ACME No. 58.5, welche oft im Rugby eingesetzt wird. Diese Pfeife ist so konstruiert, daß sie unterschiedliche Tonsignale erzeugt, je nachdem mit welcher Stärke sie geblasen wird. Dies ermöglicht dem Schiedsrichter, dank des durchdachten und vielfach erprobten Design der ACME Sportpfeifen, quasi mit seiner Pfeife zu ‚sprechen‘. Ein leichtes Hineinblasen des Schiedsrichters in seine Trillerpfeife bedeutet dann z.B. für den Spieler‚ Genug, hör sofort auf damit‘, während ein harter durchdringender Pfeifenton sagt ‚Schluss jetzt oder Du fliegst vom Platz‘. Diese Pfeifsignale können so ausdruckstark sein, daß ein Blinder, der dem Rugby oder Fussballspiel zuhört, nur am Sound der Schiedsrichterpfeife erkennen kann, wie die Atmosphäre des Matches ist und wie schwer oder leicht ein Foul war.

Und wie soll ich jetzt in meine Pfeife blasen?

Eine Goldene Regel sagt, daß nur das herauskommen kann, was Sie auch hineingegeben haben. In die meisten Signalpfeifen sollten Sie kräftig hineinpusten! Das geht am besten, wenn Ihre Lunge voller Luft ist und Sie kurze, harte Luftstöße erzeugen – ähnlich wie beim Ausspucken. Dies erzeugt einen knackigen und unverwechselbaren Sound. Hundepfeifen, Schiedsrichter- oder Sportpfeifen, Notfallpfeifen und auch Outdoorpfeifen werden am effektivsten auf diese Art und Weise geblasen. Eine sehr einfache und wirkungsvolle Technik besteht darin, die Zunge vor das Mundstück der Pfeife zu halten. Damit werden erst einmal alle Töne blockiert. Jetzt ausatmen und Druck in der Mundhöhle aufbauen. Plötzlich die Zunge wegnehmen und das Mundstück öffnen, erzeugt einen schnellen und kräftigen Luftstrom.

Luftstrompfeifen (Pfeifen ohne bewegliche Kugel im Resonanzraum) müssen fester geblasen werden und benötigen einen kräftigen und harten Blas. Diese Pfeifen klingen schwach und unwirksam, wenn sie zu sanft und gezogen geblasen werden. Die Bauart dieser Pfeife erlaubt kein ‚Dazwischen‘, sondern kennt nur ‚An‘ oder ‚Aus‘. ACME Luftstrompfeifen sind z.B. die Survival Pfeife No. 649, die 635 Tornado oder die Sportpfeifen No. 888, T2000 Tornado. Auch die Einton Hundepfeifen, wie z.B. 210, 210.5, 211.5, 212, 640 oder 641 sollten auf diese Art geblasen werden. Eine Ausnahme stellt die Hütehundpfeife oder Shepherds Whistle dar, die eine komplett andere Blastechnik erfordert.

Welche Pfeife soll ich mir für das normale Hundetraining bestellen?

Wir empfehlen hier eine wir Doppelton- oder Kombinationspfeifen, bestehend aus einem Triller zum Stoppen (Halt, Sitz oder Platz) und einem Pfiff zum Zurück-Rufen. Diese Pfeifen sind einfach zu bedienen und der Hund lernt schnell mit einem 'normalen' Trainingsaufwand.

Doppeltonpfeifen finden Sie hier, Kombinationspfeifen hier bzw. als zwei einzelene Pfeifen im Whistle-Set hier. Funktionell besteht zwischen diesen Pfeifen kein Unterschied, so dass Sie die 'Qual der Wahl' haben. Wir empfehlen dann jedoch, bei der einmal gewählten Pfeife (Tonhöhe/Frequenz) zu bleiben, um den Hund nicht unnötig zu irritieren.

Einzeltonpfeifen, wie z.B. Die ACME 210,5 oder ACME 211,5 oder die ACME Field-Trial-Pfeife benötigen eine höheren Trainingsaufwand und sehr diszipliniertes Anwenden seitens des Hundeführers. Wie empfehlen diese Pfeifen daher ambitionierten Hundesportlern oder für den professionellen Gebrauch.

Gebrauchsanweisung Hütehundpfeife

  1. Nehmen Sie die Pfeife in den Mund und legen Sie so auf die Zunge, daß der gebogene Teil zu den Lippen weist.
  2. Halten Sie die Pfeife so im Mund, daß sich darunter eine Lücke bildet. Der Pfeifenrücken (der gerade Teil der Pfeife) liegt dabei auf Ihrer hinteren Zunge.
  3. Jetzt blasen. Je nachdem wie Sie blasen, erzeugen Sie jetzt unterschiedliche Töne.
  4. Durch Auf- und Abbewegen der Zunge, und dadurch Veränderung des Zwischenraumes von Pfeife und Zunge können Sie ein weites Spektrum an unterschiedlichen Tönen schaffen.

Achtung: Inmitten der Hütehundpfeife befindet sich ein Loch. Wenn dies abgedeckt ist – z.B. von Ihrer Zunge – können Sie nicht pfeifen. Es ist dabei egal, ob das Loch ober oder unten ist. Der Umgang mit einer Hütehundpfeife benötigt ein wenig Übung um einen Ton zu erzeugen. Doch mit etwas Praxis wird es immer einfacher und Sie können schnell eine nahezu unbegrenzte Zahl an Tönen (und Melodien) und verschiedenste Kommandos pfeifen.

Der richtige Gebrauch einer Luftstrompfeife

Wenn Sie in diese Pfeife sanft und langgezogen blasen, erhalten Sie Töne unterschiedlicher Höhen (Frequenzen), so daß der Klang immer ein anderer ist. Dies wird Ihren Hund verwirren und daher ist der korrekte Gebrauch der Pfeife entscheidend um in der Hundeerziehung erfolgreich zu sein. Bei nicht richtigen Gebrauch, wird Ihr Hund das Pfeifensignal nicht als solches einstufen.

Der richtige Gebrauch einer Trillerpfeife

Durch die bewegliche Kugel im Resonanzraum einer Trillerpfeife können unterschiedliche Pfeifensounds erzeugt werden. Dieser Typ Pfeife ist deutlich einfacher zu blasen und es bedarf geringerer Anstrengungen. Ein kräftiger und knackiger Blas wird meistens genutzt. Doch sind können ebenso ausgedehnt geblasen werden und erzeugen dennoch einen lauten anhaltenden Klang. Dies ist mit einer einfachen Luftstrompfeife nahezu nicht möglich. Typische Beispiele für ACME Trillerpfeifen sind z.B. die Sportpfeifen Thunderer No. 60.5, 58.5, 58, 660 und 560 oder die Triller an den ACME Hundepfeifen No. 640 und 641.

Wichtig, um das Beste aus einer Pfeife heraus zu holen: eine Veränderung der Blasstärke hat eine Veränderung der Tonhöhe zur Folge. Ein stärkerer Luftstrom bewirkt eine höhere Frequenz. Dies ist besonders wichtig in der Hundeerziehung. Die Hundepfeife ACME No. 212 wurde zusammen mit professionellen Hundeausbildern entwickelt, um genau diese Irritation bei Hunden zu vermeiden und die Variation der Tonhöhe besser kontrollieren zu können.